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21 Skatfreunde sind zum Turnier des 1. FC Wüfrath gekommen. Bares Geld gewinnen zu können, ist für sie zwar ein Anreiz. Wichtiger ist es jedoch, einen Abend lang Spaß miteinander zu haben.
Die Karten sind gemischt, die Spieler haben sich um ihre Tische gruppiert und konzentrieren sich auf das Blatt in ihrer Hand. "Bisher habe ich nur wenig Brauchbares bekommen", sagt Edwin Achterholt. Der 75-Jährige spielt seit 67 Jahren Skat, doch ohne gute Karten helfe ihm seine Erfahrung nichts. Er hofft, im Laufe des Preisskatabends im Vereinsheim des 1. FC Wülfrath etwas mehr Glück zu haben. Dabei zu sein, ist für Werner Walensky alles. Die Aussicht, bares Geld zu gewinnen, war für ihn zwar ein Anreiz, beim Preisskat anzutreten, doch rechnet sich der 62-Jährige kaum Chancen aus. "Da ich schon ein 60er Spiel verloren habe, muss ich jetzt kämpfen. So wird aus dem Restaurantbesuch mit meiner Frau wohl nichts", sagt er schmunzelnd.
Hans-Paul Weber hat den Weg ins Vereinsheim gefunden, weil seine Frau eine Stadtbesichtigung in Nürnberg unternimmt. "Da habe ich meinen Enkel gefragt, ob wir uns nicht gemeinsam einen schönen Abend machen wollen." Dem 16-Jährigen hat er das Spiel vor einem Jahr beigebracht. Moritz Weber sitzt an einem anderen Tisch und hat sich in erster Linie vorgenommen, Spaß zu haben. "Es hat mich gereizt, auch mal gegen andere Spieler anzutreten."
Insgesamt sind 21 Teilnehmer zum jährlichen Turnier des Fußballvereins gekommen. Genügend, so dass der Vorsitzende Michael Massenberg auf der Ersatzbank sitzen bleiben kann. "Wenn irgendwo jemand gefehlt hätte, wäre ich eingesprungen. Doch ich spiel selbst auch nur durchschnittlich." So bleibt ihm die Rolle des Veranstalters. Vor zehn Jahren hat er den Preisskat eingeführt, um den Verein nach außen zu öffnen. "Wir wollten nicht nur unsere Kasse aufbessern, sondern den Bürgern etwas bieten und zeigen, dass wir mehr sind als ein Fußballclub."
Mitmachen kann daher jeder, der das Startgeld bezahlt. "Was da zusammen kommt, schütten wir als Preisgeld wieder aus", sagt Michael Massenberg. Er freut sich, dass neben einigen Mitgliedern auch viele Gäste an den Tischen sitzen. Sie spielen zwei Runden mit je 27 Partien, wobei nach der Hälfte die Karten neu gemischt und die Konstellationen an den Tischen verändert werden. Wie gut seine Mitspieler sind, kann Markus Matzkeit noch nicht beurteilen. "Doch sie sind sehr nett", sagt der 41-Jährige. Er nimmt seit Jahren an dem Turnier teil. "Wenn ich gewinne, ist es schön, wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Dann hatte ich einen schönen Abend." Ähnlich sieht das auch Edwin Achterholt. Er spielt sonst keine Turniere. "Doch ich gehöre seit 60 Jahren zum Verein und wenn hier etwas stattfinden, dann bin ich dabei", sagt er.
Quelle: RP










