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Sonntag, 23.08.2026 12:18 Uhr

FC Wülfrath zeigt starke Leistung, bleibt aber ohne Punkte




Der ersatzgeschwächte FC Wülfrath musste sich beim Mitaufstiegsfavoriten SV Burgaltendorf trotz eines über weite Strecken starken und dominanten Auftritts geschlagen geben und die Heimreise ohne Punkte antreten. 

Der FCW nahm von Beginn an das Heft in die Hand und setzte die Gastgeber mit starkem Pressing früh unter Druck. Bereits in der 8. Minute hatte Timo Mehlich die Führung auf dem Fuß, doch sein Abschluss landete am Eckpfosten. Nur wenige Minuten später war es Marvin Oberhoff, der in einer starken Eins-gegen-eins-Situation die Führung der Gastgeber verhinderte. Es sollte in der ersten Halbzeit die einzige nennenswerte Prüfung für den Wülfrather Schlussmann bleiben.

In der 28. Minute bot sich dem FCW die nächste große Gelegenheit zur Führung. Erneut war es Timo Mehlich, der frei zum Abschluss kam, die 100-prozentige Chance jedoch nicht nutzen konnte. Danach wurde die Partie aus Wülfrather Sicht etwas hektischer. Einige Abspiele in die Spitze waren zu ungenau und ermöglichten Burgaltendorf, in Richtung Strafraum zu kommen. Wirklich zwingende Torchancen konnten sich die Gastgeber daraus allerdings nicht erspielen.

Ein kleines Manko im Wülfrather Spiel war, dass einige Bälle unnötig zur Ecke geklärt wurden, anstatt die Situationen sauber zu lösen oder das Spiel kontrolliert aufzubauen. Da die Standardsituationen zu den Stärken der Gastgeber zählen, war hier besondere Vorsicht geboten. Die Wülfrather Defensive war bei den folgenden Ecken allerdings stets aufmerksam und klärte die Situationen souverän.

Die besseren Torchancen hatte weiterhin der FCW. Kurz vor der Pause, in der 44. Minute, scheiterte Bachmann mit einem guten Schuss am starken Torhüter der Gastgeber.

Nach dem Seitenwechsel legte der FC Wülfrath noch einmal eine Schippe drauf und drängte Burgaltendorf zunehmend tief in die eigene Hälfte. Die Gastgeber konnten sich häufig nur mit langen Bällen nach vorne befreien. Einzig die Chancenverwertung musste man erneut bei den Wülfrathern kritisieren. Mehrfach boten sich Möglichkeiten, die Führung zu erzielen, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor.

Leider setzte sich auch die Unkonzentriertheit bei der Klärung von Situationen aus der ersten Halbzeit fort. Ohne großen Druck wurden erneut einige Bälle unnötig zur Ecke geklärt.

Umso bitterer war es, dass in der 86. Minute ausgerechnet eine direkt verwandelte Ecke fürubd somit einTorwartfehler für die Entscheidung sorgte.

Der FCW warf anschließend alles nach vorne und kam durch Conde, Mehlich und Ülker noch zu weiteren hochkarätigen Chancen. In der 90. Minute schien der verdiente Ausgleich schließlich gefallen zu sein. Der Treffer wurde jedoch vom Schiedsrichter wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgenommen. Eine Entscheidung, die zumindest fragwürdig wirkte – zumal selbst von Burgaltendorfer Seite keine Abseitsreklamationen zu erkennen waren.

Nach 90 Minuten war die Enttäuschung beim FC Wülfrath entsprechend groß. Trotz eines über weite Strecken souveränen, engagierten und dominanten Auftritts stand die Mannschaft am Ende mit leeren Händen da.

Fazit: Der FC Wülfrath zeigte, insbesondere angesichts der personellen Situation, eine starke Leistung und hätte aufgrund der Spielanteile und der deutlich besseren Torchancen drei Punkte verdient gehabt. Am Ende verhinderten jedoch die mangelnde Chancenverwertung, einige unnötig zugelassene Standards und ein äußerst unglücklicher Gegentreffer in der Schlussphase einen zumindest verdienten Punktgewinn.

Trainer Joscha Weber:

„Es ist maximal ärgerlich, dass wir hier mit null Punkten nach Hause gehen, weil wir uns das letztlich selbst zuzuschreiben haben. Wir waren auch diesmal im letzten Drittel nicht konsequent genug. Wenn wir sechs oder sieben Großchancen haben, müssen wir daraus auch ein Tor machen. Deshalb ist es für mich auch keine Ausrede, dass der Schiedsrichter unser Tor zum Ausgleich nicht gegeben hat. Das wäre mir zu einfach. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen und uns eingestehen, dass wir uns trotz einer sehr starken Leistung selbst geschlagen haben.“